Piraten schrammen knapp an der Überraschung vorbei
Buchloe bietet dem Tabellenführer in Schweinfurt lange einen offenen Kampf – am Ende jubelt aber doch der Spitzenreiter
Schweinfurt/Buchloe (chs) Einen aufopferungsvollen, am Ende aber unbelohnten Kampf boten die Buchloer Piraten am Sonntagabend beim Spitzenreiter in Schweinfurt, bei dem die Freibeuter so nur denkbar knapp an einer Überraschung vorbeischrammten. Denn nach zuletzt vier – zum Teil deftigen – Auswärtsniederlagen in Serie hatten die Buchloer den Tabellenführer bis ins letzte Drittel am Rande des Punktverlusts. Grund dafür war vor der beeindruckenden Kulisse von 1659 Zuschauer ein unglaublich leidenschaftlicher Auftritt des ESV, sowie ein bärenstarker Dieter Geidl im Tor, der bei seinem Debüt der Fels in der Brandung war. Mit dieser Kombination boten die Freibeuter den offensivstarken Mighty Dogs lange die Stirn, ehe der Favorit beim 2:4 (2:0, 0:1, 0:3) die Partie doch noch drehte und die Piraten am Schluss letztlich doch mit leeren Händen dastanden.
„Über 60 Minuten war es natürlich schon ein verdienter Sieg für Schweinfurt, weil wir zu viel verteidigen mussten“, meinte Dominic Weis, der aber im gleichen Atemzug nachschob, dass man das sehr lange sehr gut gemacht hat. Zudem hatte Neuzugang Dieter Geidl bei seiner Premiere im Piraten-Tor mit einer überragenden Leistung seinen Vorderleuten lange die Möglichkeit gegeben beim Spitzenreiter zu punkten. „Dieter hat heute einen riesen Job gemacht“, lobte daher auch der Buchloer Trainer völlig zurecht, auch wenn am Ende die Sensation ausblieb.
Nach dieser hatte es nämlich vor allem nach dem ersten Abschnitt zunächst gerochen, in dem sich die Buchloer als deutlich abgezockter präsentierten. Hinten verteidigte man mit Engagement und Laufbereitschaft geschickt und hatte zudem mit Geidl wie bereits erwähnt einen extrem sicheren Schlussmann zwischen den Pfosten, der bei einigen Abschlüssen den Hausherren stark parierte. Und offensiv zeigten sich die Freibeuter zweimal absolut kaltschnäuzig, als Nils Asner nach gut sechs Minuten per Abstauber die Piraten mit 1:0 in Front brachte und Alexander Thiel diesen Vorsprung sogar mit einem vollendeten Konter noch weiter ausbaute (17.). Dementsprechend stand eine durchaus überraschende 2:0 Führung für die Buchloer nach den ersten 20 Minuten beim Spitzenreiter zu Buche.
Im Mitteldrittel erhöhten die Mighty Dogs anschließend jedoch natürlich erwartungsgemäß den Druck, sodass es gleich mehrfach lichterloh vor dem Buchloer Tor brannte. Doch zunächst schien Teufelskerl Geidl nicht zu überwinden, auch weil neben dem richtig starken Rückhalt zwischen den Pfosten seine Vorderleute sich weiter mit Leidenschaft dem offensiv besten Team der Liga in den Weg stellte. Aber dann war auch Geidl schließlich machtlos, als die Piraten hinter dem eigenen Tor den Puck herschenkten und Nils Melchior alleine vor dem bis dahin makellosen ESV-Keeper die Scheibe zum 2:1 Anschluss unter die Latte setzte (36.).
Und die Hausherren schnürten die Piraten auch im letzten Abschnitt immer weiter ein und drängten auf den Ausgleich. Zunächst hielt das Buchloer Bollwerk aber weiter den knappen Vorsprung, bis ein Powerplaytor durch Kristers Donins doch das abzusehende 2:2 brachte (46.) und das Momentum weiter Richtung Schweinfurt kippen ließ. Der ESV hielt zwar weiter mit allem was man hatte dagegen, aber nach 53 Minuten war das Ergebnis endgültig gedreht – allerdings nur dank eines absoluten Sonntagsschusses von Lucas Kleider, der verdeckt und unhaltbar für Geidl im Winkel einschlug. Die Rot-Weißen probierten auch danach nochmals alles, um die fünfte Auswärtsniederlage in Folge abzuwenden. Doch letztlich machte ein weiterer Überzahltreffer von BEL-Topscorer Tomas Cermak zum 2:4 Endstand alle Hoffnungen auf einen durchaus möglichen Punktgewinn im letzten Spiel des Jahres zunichte (57.).
Zum Jahresabschluss ein großes DANKESCHÖN:
An der Stelle danken wir allen, die den ESV in diesem Jahr in welcher Form auch immer unterstützt haben. Es war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, doch gemeinsam sind wir als Verein mit euch wieder gewachsen.
Danke daher an alle Aktiven und alle freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer, die vor und hinter den Kulissen Woche für Woche mit Herzblut und Leidenschaft unsere Farben vertreten und den Eissport zur schönsten Nebensache der Welt machen!
Danke an alle Sponsoren, Gönner und Unterstützer für eure Hilfe und nicht zuletzt an euch alle – unsere Fans, die uns immer den Rücken stärken und hinter uns stehen! Ohne euch geht es nicht und nur so können wir auch weiterhin bestehen!
In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich glückliches und vor allem gesundes neues Jahr 2026, das wir am 02. Januar mit dem wichtigen Heimspiel gegen die EA Schongau beginnen!



