Piraten gehen erstmalig leer aus

ESV Buchloe verliert das Spitzenspiel in Ulm mit 2:3 und kassiert so die erste Saisonniederlage

 

Ulm/Buchloe (chs) Jetzt hat es den ESV Buchloe auch erstmalig erwischt. Am Freitagabend unterlagen die Freibeuter im Top-Spiel der bis dato noch ungeschlagenen Teams bei den Donau-Devils Ulm mit 2:3 (1:0, 1:2, 0:1). Für die Buchloer war es in einem intensiven und temporeichen Schlagabtausch die erste Saisonniederlage nach zuvor sechs Siegen.

 

Dabei hätten die Buchloer in einem würdigen Spitzenspiel zwischen dem Tabellenersten und -zweiten vor einer mit über 760 Zuschauern gut besuchten Kulisse auch in Ulm nicht zwingend als Verlierer vom Eis gehen müssen. Zwar gehörten den Hausherren die Anfangsminuten – auch dank einer frühen Überzahl – doch im Anschluss übernahmen immer mehr die Buchloer die Initiative. Belohnt wurde dies schließlich mit dem 1:0 nach 13 Minuten, als die Pirates gleich ihr erstes Überzahlspiel der Partie durch Robert Wittmann nutzten.

Auch im Mittelabschnitt war der ESV zunächst die tonangebende und somit bessere Mannschaft. Beflügelt wurde man zudem durch das 2:0, das bei Ulmer Überzahl fiel. Robert Wittmann hatte sich auf den Weg gemacht und war noch an Ulms Tormann Martin Niemz gescheitert. Aber der mitgelaufene Alexander Krafczyk drückte den Puck schließlich doch über die Linie (25.). Die Gastgeber wirkten nun sichtlich angezählt und gerieten gehörig ins Wanken. Buchloe erspielte sich so auch durch einige Fehler der Devils eine gute Gelegenheit nach der anderen. Allerdings wollte die Scheibe einfach nicht ins Tor. Und dann kam es wie so oft: Während die Piraten eigentlich dem dritten Tor näher waren als die Ulmer ihrem ersten, fiel plötzlich wie aus dem nichts der Anschluss. Jakob Schwarzfischer hatte Johannes Wiedemann im ESV-Kasten im Nachsetzen zum 2:1 überwunden (32.). Auch danach hatten die Buchloer durch Marc Barchmann die Möglichkeit, den Abstand wieder zu erhöhen. Doch er vergab seine beiden Alleingänge vor dem starken Niemz (35./38.), auch weil er am Rande der Legalität im letzten Moment noch bedrängt wurde. Und wieder rächte sich dies umgehend: Denn Ulm gelang direkt vor der Pause in Überzahl durch Peter Brückner tatsächlich der Ausgleich (40.). „Wir hatten 30 Minuten lang keinen Zugriff bei Fünf gegen Fünf und waren so gut wie tot“, analysierte Ulms Trainer Robert Linke treffend, dessen Schützlinge sich aber dennoch wieder beeindruckend zurückbissen.

Daher ging es im finalen Durchgang also für beide Kontrahenten praktisch wieder bei Null los. Fast schon logischerweise entwickelte sich nun ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, der spannender nicht hätte sein können. Die wiedererwachten Ulmer schenkten den Buchloern nichts, aber auch die Piraten gaben nicht klein bei. Und so entschied dieses Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte, schließlich ein mustergültiger Konter der Gastgeber, die zuvor mit einem Alleingang noch an Wiedemann gescheitert waren. Doch bei einem weiteren “Zwei auf Eins“ war auch der Buchloer Schlussmann machtlos. Zu perfekt war der Querpass von Felix Anwander auf Dominik Synek, der zum entscheidenden 3:2 traf (49.). Die Buchloer gaben sich im Anschluss zwar nicht auf und überstanden mit vereinten Kräften auch noch einmal eine fast eineinhalbminütige doppelte Unterzahl. Doch das 3:3 wollte auch bei einem Powerplay kurz vor Spielende einfach nicht mehr fallen. Demnach hatten die Devils das glücklichere Ende, wie Linke auf der Pressekonferenz bilanzierte. Die Buchloer hingegen mussten trotz einer ordentlichen Leistung die erste Saisonniederlage einstecken, weil man es vor allem in der ersten Hälfte des zweiten Abschnitts verpasst hatte, den Sack vorzeitig zuzumachen.

 

Lange ärgern können sich die Freibeuter aber nicht, denn am Sonntag wartet bereits das nächste Spiel mit dem Heimderby gegen Bad Wörishofen (17 Uhr), die nach dem 10:1 Heimsieg über Pfronten mit ordentlich Selbstvertrauen in die Gennachstadt kommen dürften.

 

Die Pressekonferenz nach dem Spitzenspiel: –> Ansehen

Die Statistik zur Partie: –> Ansehen