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Freibeuter geben Punkte im Schlussdrittel aus der Hand

ESV Buchloe kassiert trotz 4:3 Führung nach 40 Minuten gegen Ulm die dritte Heimniederlage

 

Buchloe (chs) Nach dem überraschenden 5:4 Auswärtssieg am Freitag in Amberg konnten die Buchloer Piraten am Sonntag nicht nachlegen und mussten so gegen die Devils Ulm/Neu-Ulm die bereits dritte Heimniederlage der Saison hinnehmen. Besonders bitter: Bis zur zweiten Pause waren die Freibeuter noch mit 4:3 in Front gelegen, ehe die Ulmer im Schlussdurchgang dann das Match noch drehten und letztlich mit 4:7 (2:2, 2:1, 0:4) siegten.
„Einfach nur Leidenschaft hilft halt auch nicht immer“, so das durchaus treffende Resümee des Buchloer Trainers Dominic Weis nach der Partie. Denn vor allem im letzten Drittel setzten sich die cleveren und vor dem Tor dann abgezockteren Gäste doch deutlich durch, während den Piraten in der Defensive und Rückwärtsbewegung wieder zu viele leichte Fehler unterliefen. Ein Umstand, der den Gennachstädtern an diesem Abend hinten raus zum Verhängnis wurde, womit man den Rückstand auch nicht mehr aufholen konnte.

 

Denn in den vorangegangenen 40 intensiven, aber durchaus unterhaltsamen Minuten waren sich beide Teams lang Zeit auf Augenhöhe begegnet. Beide Kontrahenten hatten immer wieder ihre Phasen im Spiel, aber keiner konnte sich bis dato entscheidend absetzen. So gingen die Ulmer schon früh im ersten Powerplay des Spiels mit 0:1 durch Jakub Bernad in Front (4.). Die Buchloer antworteten jedoch passend: Geburtstagskind Mateo Cabral traf nach elf Minuten sehenswert zum Ausgleich, ehe Marc Krammer aus dem Gewühl heraus wenig später sogar zum 2:1 erfolgreich war (13.). Noch vor der Pause gelang den Donaustädtern aber der bis dahin leistungsgerechte Ausgleich, als Martin Podesva ein starkes Zuspiel von Elvijs Biezais – der an diesem Abend als vierfacher Vorbereiter glänzte – zum 2:2 einnetzte.

Im Mitteldrittel brachte dann Alexander Lieske die Freibeuter wieder in Front (26.), während anschließend die körperliche Intensität auf beiden Seiten immer mehr zunahm. Die Folge waren einige Strafen, wobei es hier anfangs Ulms Torschützen zum 0:1, Jakub Bernad, mit einer 5-Minuten-Strafe erwischte. Doch hier bekamen die Buchloer in Überzahl zunächst die kalte Dusche serviert. Erst konnte ESV-Keeper Anton Brandt bei zwei Alleingängen mit starken Paraden noch den Ausgleich verhindern, aber beim dritten Versuch von Ludwig Danzer war auch der alleingelassene Brandt machtlos (29.). Ein erster Knackpunkt in der Partie, meinte zumindest der Buchloer Trainer. Er sah sein Team im Anschluss nämlich deutlich verunsicherter, auch wenn den Hausherren noch in der gleichen Überzahl der abermalige Führungstreffer durch Lars Grözinger zum 4:3 gelang (31.), der auch bis zur zweiten Pause Bestand hatte.

Weil sich aber auch die Buchloer kurz vor Ende des Drittels in Person vom Mateo Cabral eine 5-Minuten-Strafe eingehandelt hatten, durften die Gäste den Schlussdurchgang mit einem Mann mehr beginnen und nutzten dies auch schnell durch Bernad zum 4:4 (42.). „Die beiden großen Strafen hatten schon ihren Einfluss aufs Spiel“ meinte auch folglich Ulms Trainer Simon Klingler, wobei diese in Summe unter dem Strich scheinbar eher den Gästen in die Karten spielten. Denn in der Folge erwies sich Ulm als die deutlich kaltschnäuzigere Mannschaft vor dem Tor, während die Buchloer nicht mehr an die ersten 30 Minuten anknüpfen konnten. Man gab sich zwar nicht auf, doch das 4:5 von Andrej Teplouchow (45.) und der 4:6 Treffer von Valentin Der (50.) waren die nächsten Nackenschläge, die man nicht mehr aufholen sollte. Zu kompakt und clever spielten es die Gäste bis zu Schluss, wodurch die Buchloer nicht mehr wirklich zwingend wurden und durch das Empty-Net-Tor von Ludwig Danzer sogar noch den 4:7 Entstand schlucken mussten (59.).

 

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