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Buchloe bleibt Bayernligist

ESV Piraten sichern sich mit perfektem Wochenende schon vier Spiele vor dem Saisonende den vorzeitigen Klassenerhalt

 

Buchloe (chs) Es ist geschafft – und das schon vier Spieltage vor dem Ende der Saison. Mit einer erneut bemerkenswerten und unglaublich leidenschaftlichen Energieleistung haben die Buchloer Piraten am Sonntagabend vor heimischer Kulisse mit dem 4:2 (0:1, 2:0, 2:1) Heimsieg über die Devils Ulm/Neu-Ulm nicht nur den zweiten Sieg des Wochenende eingefahren, sondern sich damit auch vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Denn durch die gleichzeitige Niederlage des ESC Dorfen können die Buchloer im Saisonfinale nicht mehr auf den Abstiegsrang abrutschen, womit die Gennachstädter auch in der kommenden Spielzeit wieder in der Bayernliga starten dürfen.

 

Der Jubel nach genau 59:09 gespielten Minuten in der Buchloer Sparkassenarena war grenzenlos. Denn dort hatte Marc Krammer die knapp 250 Zuschauer und auch seine Mannschaftskollegen mit seinem Empty-Net Tor zum 4:2 Endstand erlöst, was den Ligaverbleib des ESV in Bayerns höchster Eishockey-Spielklasse perfekt gemacht hat. Zuvor war es ein hartes Stück Arbeit in einer umkämpften und intensiven Partie, in der die Buchloer wie schon am Freitag mit nur einem kleinen und stark dezimierten Kader antreten konnten. Doch die wenigen Akteure legten alles, aber wirklich alles in die Waagschale und dieser leidenschaftliche und aufopferungsvolle Kampf wurde am Ende auch verdient belohnt.

Dabei war der Start gegen die Ulmer, die sich trotz der Niederlage ebenfalls über den Klassenerhalt freuen konnten, gar nicht so optimal. Beide Teams starteten zwar bemüht, doch nur die Gäste konnten einmal treffen und nutzten dabei einen folgenschweren Scheibenverlust der Piraten durch Ludwig Danzer eiskalt zum 0:1 (10.). Buchloe dagegen vergab die ein oder andere gute Chance zum Ausgleich und hatte bei einem Aluminiumtreffer auch Pech, sodass man mit dem knappen Rückstand in die Kabinen musste.

Im Mitteldrittel überstanden die Hausherren dann zunächst eine doppelte Unterzahl schadlos und der gewohnt sichere Johannes Wiedemann im ESV-Kasten rettete bei einem Unterzahlkonter der Gäste durch Stefan Rodrigues spektakulär (24.). Anschließend übernahmen aber immer mehr die Freibeuter die Initiative und konnten so das Match binnen nicht einmal zwei Minuten drehen. Erst glich Christian Wittmann im Powerplay zum 1:1 aus (26.), ehe Michal Petrak im Nachsetzten die 2:1 Führung besorgte (27.).

Doch das letzte Drittel begann dann mit einer kalten Dusche, als die engagiert aus der Kabine gekommenen Ulmer durch Jonas Tischendorf nach nur 35 Sekunden zum 2:2 ausgleichen konnten. Wer nun dachte, dass es für die Buchloer nach diesem Nackenschlag wegen ihres kleinen Kaders nun kräftemäßig eng werden könnte, sah sich eines besseren belehrt. Denn die elf Feldspieler hauten in der Folge nochmals alles raus und dieser Wille und Einsatz wurde auch mit dem 3:2 durch Benedikt Diebolder belohnt, der die Freibeuter wieder in Front schoss (46.). Der Rest war nur noch Zittern und weiterhin eine unbändig ackernde Buchloer Mannschaft, die das knappe Resultat bis in die Schlussphase hielten, wo dort wie bereits erwähnt Marc Krammer mit seinem Schuss von der eigenen Grundlinie ins verweise Ulmer Tor für die Erlösung und den vorzeitigen Klassenerhalt der Rot-Weißen sorgte.

„Hut ab vor meinen Jungs, die sich diese Wochenende mit so einem kleinen Lineup auf dem Eis zerrissen haben und so den Klassenerhalt geschafft haben“, meinte ein sichtlich glücklicher und erleichterter Piraten-Coach Christopher Lerchner, der im gleichen Atemzug einen genauso großen Dank an die Fans aussprach. „So eine geschlossene Leistung ist nur mit dem entsprechenden Support von außen möglich und dieser Zusammenhalt im Verein war sicher auch ein entscheidender Faktor für uns, dass wir in der Liga bleiben“, so ein stolzer Lerchner nach einem perfekten Wochenende.

 

Die Pressekonferenz nach der Partie:

Ein Highlight-Video gibt des dieses Mal leider nicht.