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Powerplay-Effizienz macht den Unterschied

ESV Buchloe unterliegt in enger Partie gegen Ulm und kassiert die erste Niederlage in der Abstiegsrunde

 

Buchloe (chs) Den perfekten Auftakt verpasst: Nachdem die Buchloer Piraten am Freitag zum Start in die Abstiegsrunde das erste Spiel in Pfaffenhofen noch erfolgreich gestalten konnten, musste man am Sonntag den ersten Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt einstecken. Denn gegen die Devils Ulm/Neu-Ulm unterlagen die Freibeuter vor rund 400 Zuschauern in der heimischen Sparkassenarena mit 2:4 (0:0, 1:1, 1:3), wobei die Niederlage durchaus vermeidbar gewesen wäre. Den Unterschied machte an diesem Abend das Überzahlspiel aus, in welchem die Buchloer wieder einmal zu harmlos agierten, während die Gäste dort zweimal trafen und so den zweiten Sieg im zweiten Spiel feiern konnten.

 

„Heute waren sicherlich die Special-Teams mit entscheidend“, wusste auch Ulms Trainer Michael Bielefeld, dessen Team zwei seiner vier Überzahlspiele jeweils durch Dominik Synek zum Torerfolg nutzen konnten, während die Buchloer bei ebenfalls vier Powerplaysituationen zu ungefährlich und damit ohne Treffer blieben. Ein Fakt, der in diesem ansonsten engen Duell auf Augenhöhe unter dem Strich das Match in Richtung Ulm kippen ließ, die damit nach dem Auftaktwochenende verlustpunktfrei auf Rang eins thronen, während die Buchloer punktgleich mit Pfaffenhofen auf Rang zwei stehen, die ihr Duell an diesem Abend in Burgau gewannen.

„Wir waren über die vollen 60 Minuten in den entscheidenden Momenten einfach nicht zwingend genug“, lautete somit das Fazit von Piraten-Coach Dominic Weis, dessen Truppe – genau wie die Gäste aus Ulm – zunächst eher vorsichtig startete. Dementsprechend verhalten und ausgeglichen waren auch die ersten 20 Minuten, die dann auch folgerichtig torlos endeten. „Jeder hat am Anfang versucht, die Fehler so gering wie möglich zu halten“, analysierte Bielefeld den ersten Abschnitt somit recht treffend, in dem bei den wenigen wirklich gefährlichen Aktionen im Zweifelsfall immer noch die beiden wachsamen Torhüter zur Stelle waren.

Etwas mutiger agierten beide Kontrahenten anschließend im Mitteldrittel, in dem die Hausherren dann bereits die ersten beiden Überzahlspiele ungenutzt liegen ließen. Doch bei Fünf gegen Fünf brachte Michal Petrak die Freibeuter schließlich doch in Front, als er eine Bogenlampe in letzter Konsequenz zum 1:0 über die Linie drückte (33.). Die Freude über die Führung währte allerdings nur knappe zweieinhalb Minuten, ehe die Gäste ihr erstes Powerplay effektiver ausspielten und durch Dominik Synek zum 1:1 ausglichen (36.). Die Buchloer hingegen verpassten kurz vor der Pause auch ein drittes Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis den neuerlichen Führungstreffer, wobei man hier mit drei guten Möglichkeiten noch am dichtesten dran war. Doch der starke Ulmer Goalie David Heckenberger hielt das Remis für seine Mannen fest.

Und so waren es erneut die Ulmer, die zu Beginn des letzten Durchgangs den Buchloern weiter Anschauungsunterricht in Sachen Powerplay-Effizienz darboten. Denn gut eine Minute nach Wiederbeginn setzte erneut Synek einen Schuss von der Blauen Linie zur erstmaligen Ulmer Führung in den Winkel – wieder in Überzahl. Mit dem Vorsprung im Rücken verteidigten es die Gäste anschließend kompakt und clever, sodass die Buchloer nicht wirklich viele aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten erhielten. Stattdessen erhöhte Jakub Bernad bei einer gut ausgespielten Zwei auf Eins Situation gar auf 1:3 (50.), was die Angelegenheit für die Hausherren nicht leichter machte. Die Pirates kamen zwar nur eine halbe Minute später durch einen Shorthander von Michal Petrak wieder auf 2:3 in Schlagdistanz heran, doch mehr sollte nicht mehr gelingen. Und so machte Tobias Nöß in der Schlussminute mit dem 2:4 ins leere Buchloer Tor alles klar und besiegelte so die erste Niederlage der Piraten in der Abstiegsrunde.

 

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