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Piraten müssen nach Spiel der vergeben Möglichkeiten sicher in die Abstiegsrunde

ESV Buchloe betreibt gegen Pfaffenhofen Chancenwucher und wird am Ende bitter bestraft

 

Buchloe (chs) Wenn du deine Chancen vorne nicht machst, dann bekommst du sie hinten selbst. Selten hat diese Sport-Floskel so gepasst wie beim Spiel des ESV Buchloe gegen den EC Pfaffenhofen. Schließlich hatten die Buchloer das Match über weiter Strecken komplett im Griff, überboten sich aber ein ums andere Mal im Auslassen bester Möglichkeiten. So stand bis fünf Minuten vor dem Ende nur der einzige Treffer von Alexander Krafczyk auf der Anzeigentafel, ehe sich die fahrlässige Chancenverwertung fast schon erwartungsgemäß rächte. Denn in der wilden Schlussphase mussten die Piraten letztlich sogar froh sein, dass man sich nach zweimaligem Rückstand doch noch in die Verlängerung rette. In dieser siegten die Gäste mit 3:4 (1:0, 0:0, 2:3) und besiegelten dadurch endgültig den Gang der Freibeuter in die Abstiegsrunde. Nach dem Abrutschen auf Tabellenplatz 12 haben die Buchloer in den verbleibenden zwei Hauptrundenspielen schließlich keine Möglichkeit mehr auf Rang 10, womit man ab Februar dann definitiv um den Klassenerhalt kämpfen muss.

 

Es war schon ein wirklich seltsames Spiel, das die 320 Zuschauer am Sonntagabend in der Buchloer Sparkassenarena zu sehen bekamen. Die Buchloer, die nach zuletzt drei Niederlagen in Serie zum Siegen gezwungen waren, um das letzte Fünkchen Hoffnung auf die Pre-Playoffs noch am Leben zu halten, hatten nämlich zweieinhalb Drittel lang gegen sehr zurückhaltende Gäste Torchancen für gefühlt zwei Spiele. Doch immer wieder bissen sich die Freibeuter am bärenstarken Pfaffenhofener Schlussmann Steven Catalin die Zähne aus. Denn der Franzose ließ bis auf das Tor von Alexander Krafczyk nach 19 Minuten keine weiteren Gegentreffer zu und brachte die Hausherren mit einigen spektakulären Paraden schier zur Verzweiflung.
„Es ist echt schwierig heute“, rang auch ein ziemlich ernüchterter Buchloer Trainer Dominic Weis nach der Partie um eine Erklärung. „In meinen Augen war es 50 Minuten lang ein Spiel auf ein Tor“, meinte Weis angesichts der viele Abschlüsse, die aber bis auf einen nicht den Weg ins Ziel fanden. „Es ist daher schwer nachzuvollziehen, warum wir die Dinger einfach nicht reinbringen“, so Weis weiter, dessen Team sich ja bereits die letzten Spiele extrem schwergetan hatte mit dem Toreschießen. Zugegebenermaßen hatten die Freibeuter in einigen Szenen aber auch schlichtweg Pech, als zweimal der Pfosten beziehungsweise die Latte im Weg stand (16./45.), oder als kurz vor Drittelende im zweiten Abschnitt ein eigentlich regulärer Treffer durch die Schiedsrichter doch wieder einkassiert wurde. „Aber wenn du offensiv so auf ein Tor drückst, dann musst du dich einfach belohnen“, so die klare Haltung des ESV-Trainers.
Doch stattdessen drehen die Gäste in der Schlussphase die Partie durch einen eiskalt vorgetragenen Konter in Unterzahl von Top-Torjäger Jan Tlacil (56.) und das 1:2 durch Robert Neubauer (58.), was der Auftakt für turbulente letzte Minuten war. Denn die Buchloer kämpften sich durch Adriano Carciola in der selben Minute tatsächlich zum 2:2 Ausgleich zurück, um dann vom Bully weg handgestoppte neun Sekunden später wieder durch Anton Seidl den 2:3 Rückstand zu kassieren. „Das kann ich nicht nachvollziehen, dass wir da wieder so unser System verloren haben“, ärgerte sich Weis weniger wegen dem angesichts des Spielverlaufs bis dahin schmeichelhaften 1:1 Ausgleichs, sondern wegen der weiteren Gegentore binnen kürzester Zeit. Positiv blieb immerhin, dass die Buchloer auch nach dem 2:3 Nackenschlag nochmals eine Antwort fanden, als man mit dem sechsen Feldspieler durch Marc Krammer das Ergebnis tatsächlich eineinhalb Minuten vor dem Ende nochmals egalisieren konnte.

Aber es passte schließlich ins Bild, dass am Schluss doch die abgezockten Gäste die Oberhand behielten, die erst im letzten Drittel mutiger wurden und die mangelnde Effektivität der Piraten vor dem gegnerischen Tor und auch wieder die fehlende Durchschlagskraft im Powerplay gnadenlos bestraften. Denn Alexander Eckl markierte in der Verlängerung letztlich den 3:4 Auswärtssieg der Gäste nach zuvor zehn Niederlagen am Stück (64.).
 „Am Ende ist das dann so auch verdient“, meinte der Buchloer Trainer zusammenfassend, dessen Team nach der vierten Niederlage in Folge damit vor dem abschließenden Wochenende in der Hauptrunde keine Möglichkeit mehr auf die Pre-Playoffs hat. Somit steht den Buchloern ein ganz harter Fight in der Abstiegsrunde bevor, wo man definitiv wieder mehr Kaltschnäuzigkeit in Sachen Toreschießen benötigt, wenn man die Liga halten möchte.

 

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