Piraten geraten früh unter Zugzwang

ESV Buchloe braucht nach zwei Niederlagen dringend die ersten Punkte in der Abstiegsrunde

                                                                  

Buchloe (chs) Ein völlig verpatztes Wochenende legten die Buchloer Piraten in die Verzahnungsrunde um den Klassenerhalt in der Bayernliga hin. Nach der 1:2 Niederlage vergangenen Freitag zu Hause gegen Schweinfurt und der empfindlichen 2:9 Klatsche zwei Tage später in Bad Kissingen stehen die Freibeuter am zweiten Wochenende somit schon gehörig unter Druck, wenn man nicht schon vorzeitig die ersten drei Plätze aus den Augen verlieren will. Beim Gastspiel am Freitag in Amberg (20 Uhr) und im Sonntagsheimspiel ab 17 Uhr gegen die Haßfurt Hawks muss somit unbedingt endlich Zählbares her.

 

Auf die sportlich angespannte Lage wurde bereits unter der Woche mit dem Trainerwechsel reagiert. Norbert Zabel übernimmt gemeinsam mit Pavel Vit vorübergehend das Amt des bisherigen Übungsleiters Topias Dollhofer. Die beiden sollen die Freibeuter jetzt mit ihrer zuletzt so anfälligen Defensive wieder in die Spur zurückbringen. Besonders die bittere 2:9 Pleite bei den Wölfen in Bad Kissingen war eine echte Abfuhr, die es nun ganz schnell abzuhaken und aus den Köpfen zu verdrängen gilt. Viel Luft und vor allem Zeit haben die Pirates schließlich im Abstiegskampf, in dem man sich befindet, nicht. Und so liegt es nun auch – wie die Verantwortlichen nach dem Trainerwechsel unter der Woche nachhaltig betonten – an den Spielern, eine entsprechende Reaktion zu zeigen und vor allem die einfachen Dinge wieder richtig zu machen. Kampf und bedingungsloser Einsatz müssen jetzt an erster Stelle stehen, um sich dann auch endlich vor dem gegnerischen Tor wieder die entscheidenden Erfolgserlebnisse erarbeiten zu können. Denn einfacher wird es an diesem Wochenende keinesfalls.

Immerhin trifft man mit den Wild Lions Amberg am Freitag auf den Vorrundenmeister der Landesliga, und somit den vermeintlich stärksten der vier Landesligisten. Die Amberger haben zum Start in die Verzahnung aber ebenfalls ihre Probleme gehabt. Nach der 1:5 Auswärtsniederlage in Moosburg konnte man im Heimspiel gegen Königsbrunn nach einer 2:3 Niederlage nach Verlängerung bisher lediglich einen Punkt einfahren. Dabei hat das Team von Trainer Dirk Salinger – der das Amt erst während der Saison von Alexander Reichenberger übernahm – zahlreiche Akteure in den eigenen Reihen, die schon höherklassig Erfahrung sammeln konnten. Torwart Oliver Engmann, Angreifer Florian Bartels (beide zuvor Weiden) oder Routinier Dan Heilman (ehemals Selb und Höchstadt) haben allesamt bereits lange Zeit in der Oberliga verbracht. Topscorer mit 28 Toren und 29 Vorbereitungen aus nur 22 Partien ist aber Felix Köbele, der vor der Saison aus Neuwied kam und ebenfalls schon in Weiden aktiv war. Und mit Bernhard Keil, der von den Eispiraten Crimmitschau kam und sogar in München und Straubing schon DEL gespielt hat, hat man sich im Dezember auch nochmals namhaft verstärkt. Auch wenn die Amberger bislang ohne Kontingentspieler auflaufen, besitzt der ERSC also einen mehr als gefährlichen Kader, der vor allem in eigener Halle bisher kaum zu bezwingen war.

Das letzte Aufeinandertreffen mit dem Sonntaggegner Haßfurt ist mittlerweile fast vier Jahre her. Damals trafen die Buchloer ebenfalls in der Abstiegsrunde der Bayernliga auf die Hawks. Während Buchloe damals den Klassenerhalt schaffte, stieg der ESC nach nur einer Spielzeit wieder in die Landesliga ab. In dieser Saison beendete man dort die Vorrunde auf Platz 2, woran neben Tormann Martin Hildenbrand vor allem die Kontingentspieler im Team großen Anteil haben. Denn der tschechische Topscorer Jakub Smarek (44 Tore und 41 Assists in 26 Spielen) und der Slowake Michal Babkovic (36 Treffer und 30 Vorlagen) sind schon echte Hausnummern im Angriff. Zudem stehen mit Angreifer Jan Trübenekr und Verteidiger Daniel Hora noch zwei weitere Tschechen im Aufgebot des ESC. Der vierte Tscheche im Team, Petr Krepelka, sorgte dabei schon zu Saisonbeginn im Oktober für einen Schock in ganz Eishockey-Deutschland. Denn der 22-Jährige krachte im Auswärtsspiel in Freising mit dem Kopf voraus in die Bande und brach sich einen Halswirbel. Knapp drei Monate später geht es für den anfangs im Koma gelegenen Krepelka zumindest in kleinen Schritten wieder aufwärts, auch wenn sich der junge Tscheche immer noch im Murnauer Unfallkrankenhaus befindet. Aber trotz dieses furchtbaren Vorfalls haben die Haßfurter eine bärenstarke Vorrunde gespielt und auch das erste Spiel der Verzahnung gegen Pfaffenhofen mit 6:3 gewonnen. Die Buchloer müssen also alles in die Waagschale werfen, um hier punkten zu können.

 

Und hier der Überblick, was am Wochenende in der Buchloer Sparkassenarena sonst noch geboten ist:

Sa ,27.01.2018, 7-14:30 Uhr: Eisstockschützen Bezirksoberliga Herren
Sa, 27.01.2018, 18:30-20:30 Uhr: Eisdisco
So, 28.01.2018, 14-16 Uhr: Publikumslauf