Ganz später KO nach aufopferungsvollem Fight

ESV Buchloe verliert durch ein sehr spätes Gegentor gegen den Tabellenzweiten Miesbach

 

Buchloe (chs) Trotz einer guten Mannschaftsleistung hat der ESV Buchloe am frühen Sonntagabend den Siegeszug des Tabellenzweiten TEV Miesbach in der Bayernliga nicht stoppen können. Nach zwölf Siegen in Folge bezwangen die Gäste in einer sehenswerten Partie den ESV in heimischer Halle knapp mit 3:4 (0:0, 2:2, 1:2), wobei die Hausherren nach aufopferungsvollem Kampf sich mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten – wenn nicht sogar mehr. Während die Buchloer am Mittwoch in Schongau selbst noch mit einem späten Treffer den Sieg geholt hatten, waren es an diesem Abend die Gäste, die mit einem Tor in den Schlusssekunden für den unglücklichen und bitteren KO der Piraten sorgten.

 

Zuvor hatten die Zuschauer ein wirklich gutes Bayernligaspiel gesehen, das im Auftaktdrittel trotz so mancher Gelegenheit zunächst torlos blieb. Christian Wittmann brachte beispielsweise bei einem Konter einen Querpass nicht im Tor unter (6.) und auch in doppelter Überzahl verpasste Markus Vaitl am langen Pfosten den Buchloer Führungstreffer (9.). Die Gäste versuchten mit nur 14 Feldspielern anfangs gut zu stehen, was dem routinierten Tabellenzweiten auch über weite Strecken gut gelang. So konnte sich im Auftaktdrittel trotz leichtem Chancenpuls der Freibeuter keiner der beiden Kontrahenten einen echten Vorteil verschaffen, weshalb folgerichtig mit dem torlosen Remis erstmalig die Seiten gewechselt wurden.

Hier erwischten nun die Miesbacher den besseren Start. Zwar überstanden die Gennachstädter erst noch einen Unterzahl relativ problemlos, doch dann schlugen die Gäste im Stile einer Spitzenmannschaft, die der TEV zweifelslos ist, eiskalt zu. Wunderbar von Florian Feuerreiter auf die Reise geschickt, vollendete Maximilian Meineke ein Break alleine vor ESV-Keeper Johannes Wiedemann zum 0:1 (26.). Doch es sollte noch schlimmer kommen. Eine erneute Unachtsamkeit in der Hintermannschaft bestraften die Oberbayern noch in der selben Minute in Person von Christoph Fischhaber mit dem schön rausgespielten 0:2. Die Piraten, die bis dato eigentlich recht kompakt gestanden hatten, antworteten auf diesen Doppelschlag allerdings postwendend. Nur eine Zeigerumdrehung später verkürzte Michal Petrak im Powerplay auf 1:2. Und eine weitere Überzahlgelegenheit zur Hälfte des intensiven Mittelabschnitts brachte schließlich den verdienten Ausgleich. Torschütze zum 2:2 war Andreas Schorer gewesen (31.), der die Buchloer somit wieder voll ins Spiel zurückbrachte. Trotz weiterer guter Chancen durch Lukas Brückner – abermals mit einem Man mehr auf dem Eis – (34.), oder dessen Bruder Peter nach 39 Minuten blieb es auch nach zwei Dritteln bei diesem Unentschieden.

Im letzten Durchgang neutralisierten sich beide Teams zunächst, sodass die ganz großen Möglichkeiten vor den jeweiligen Toren eher Mangelware waren. Doch nach knapp 50 Minuten gingen dann die Hausherren wieder in Front. Nach einer starken Puckeroberung im Miesbacher Drittel kam die Scheibe über Michal Petrak und Alexander Krafczyk zu Markus Vaitl, der zum 3:2 einnetzte. Obwohl es für die Piraten nun richtig gut aussah, gaben sich die Gäste noch lange nicht geschlagen. Unmittelbar nach dem Führungstreffer musste Johannes Wiedemann gleich zweimal sein ganzes Können aufbieten, um nicht sofort wieder den Ausgleich zu kassieren (51.). Dieser fiel dann aber wenige Minuten später schließlich doch, als Benedikt Pölt einen Abpraller vor dem Tor zum 3:3 verwertete (55.). Als alle bereits mit der wohl gerechten Overtime gerechnet hatten, schlugen die Miesbacher zum Entsetzen der Gastgeber doch noch mit einem ganz späten Treffer zu und entschieden die Partie so etwas glücklich zu ihren Gunsten. Stephan Stiebinger hatte 22 Sekunden vor dem Ende nach einem Bauerntrick für den Lucky-Punch zum 3:4 gesorgt, der die Buchloer um den verdienten Lohn in Form von mindestens einem Punkt brachte.

 

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