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Eine enge Angelegenheit

Der ESV Buchloe unterliegt zu Hause gegen Burgau im Penaltyschießen und verteidigt trotzdem vorerst hauchdünn Rang 2

 

Buchloe (chs) Die Buchloer Piraten haben am Freitagabend einen weiteren Schritt in Richtung vorzeitigen Klassenerhalt verpasst, aber dennoch zumindest den zweiten Tabellenrang in der Abstiegsrundengruppe erst einmal behauptet. Gegen den ESV Burgau unterlagen die Freibeuter nach einem intensiven und umkämpften Duell mit 3:4 (0:1, 1:1, 2:1) im Penaltyschießen, wobei man sich immerhin nach einem 1:3 Rückstand im letzten Abschnitt noch einen Punkt sicherte, der am Ende womöglich noch ganz wichtig werden könnte. Dennoch überwog an diesem Abend im ESV-Lager eher die Enttäuschung, auch weil man in den ersten 30 Minuten nicht den allerletzten Willen aufs Eis brachte. Das bemängelte jedenfalls der Buchloer Trainer Dominic Weis neben der wieder einmal mangelnden Effizienz im Torabschluss, der dann aber hinten raus immerhin noch das Comeback seiner Mannen sah, die sich nach einem Zwei-Tore-Rückstand so noch ein Remis nach 60 Minuten erarbeiteten.

 

Diese waren zuvor über weite Strecken heiß umkämpft gewesen, da sich keiner der beiden Kontrahenten im Abstiegskampf etwas schenken wollte. Die Gäste standen nach dem verpatzten Auftakt in die Runde dabei schon gehörig unter Druck. Doch damit schien das Team von Trainer Fabio Carciola ganz gut umgehen zu können, denn die Eisbären hielten von Beginn an leidenschaftlich dagegen. Trotzdem hatten die Buchloer anfangs etwas mehr Torabschlüsse, doch der gewünschte Erfolg ließ noch auf sich warten – auch weil die Burgauer mit dem Letten Gustavs Samitis an diesem Abend einen bärenstarken Schlussmann zwischen den Pfosten hatten. Und so verzeichneten die Markgrafenstädter nach 15 Minuten die bis dato gefährlichste Aktion, als ein Versuch von David Ballner nur am Pfosten landete – auch wenn die Gäste schon jubelten (16.). Während die Piraten hier also noch mächtig Dusel hatten, verließ sie das Glück wenige Augenblicke später, als ein Schuss von Anton Schreiner so unglücklich von Tormann Dieter Geidl abprallte, dass die Scheibe von einem Buchloer Schlittschuh zum 0:1 über die Line rutschte (16.). Und da Michal Telesz im direkten Gegenzug alleine vor Samitis wieder nur zweiter Sieger blieb (17.), ging es mit dem knappen Rückstand in die erste Pause.

Auch das zweite Drittel war geprägt durch reichlich Intensität und vielen Aktionen, womit es für die 452 Zuschauer unterhaltsam blieb, für die Trainer auf Grund des teils wilden Hin und Her aber eher zerfahren wirkte, wie Burgaus Trainer nach dem Spiel anmerkte. Seine Schützlinge hatten zu Beginn des Mittelabschnitts aber die zwingenderen Torchancen, doch Dieter Geidl hielt seine Mannen weiter im Spiel und zudem hatten die Buchloer erneut Glück, als Moritz Vehkakoski den Puck trotz offenem Tor nur an die Latte setzte (27.). Ab Drittelmitte tauchten dann aber auch die Hausherren wieder öfter vor dem Gäste-Gehäuse auf, doch die Scheibe wollte trotz guter Abschlussmöglichkeiten einfach nicht über die Linie. Erst ein satter Schuss von Adriano Carciola brachte den wichtigen Ausgleich (32.), den die Freibeuter aber dennoch nicht in die zweite Pause retten konnten. Vier Sekunden vor Drittelende stellte der Schwede Mark-Emil Malysjev mit dem 1:2 im Powerplay nämlich den alten Abstand wieder her.

Und nach diesem zeitlich gesehen psychologisch denkbar bitteren Nackenschlag sollte im letzten Durchgang gleich der nächste Wirkungstreffer folgen, als Mikko-Matti Paakkola keine Minute nach Wiederbeginn sogar auf 1:3 stellte. Nun waren die Buchloer endgültig gefordert, doch es dauerte einige Zeit, ehe der Druck gegen kompakt stehende Gäste zunahm und das letztlich auch belohnt wurde. Erst verkürzte Michal Petrak – nach starkem Zuspiel von Alexander Krafczyk – auf 2:3 (53.), ehe Alexander Thiel mit einem sehenswerten Treffer nach ebenfalls schöner Vorarbeit von Mateo Cabral zum 3:3 ausglich (57.). Bei diesem unter dem Strich sicherlich leistungsgerechten Ergebnis blieb es auch nach 60 Minuten und schließlich auch nach 65 Minuten, da beide Torhüter auch in der Overtime keine weiteren Treffer mehr zuließen. So musste das Penaltyschießen den Sieger ermitteln, wo lediglich Burgaus Finne Paakkola erfolgreich war und so seinen Farben den Zusatzpunkt sicherte.

 

Demzufolge bleibt es nach dem engen Spiel auch in der Tabelle eine enge Angelegenheit, da die Freibeuter die Eisbären nach der zweiten Heimniederlage der Abstiegsrunde nur bedingt auf Abstand halten konnten. Mit jetzt vier Punkten steht man aber zumindest weiter mit einem Zähler Vorsprung auf die drittplatzierten Pfaffenhofener da, die zeitgleich ihr Duell in Ulm mit 2:7 verloren hatten. Auf die viertplatzierten Burgau, die mit dem aus ihrer Sicht wichtigen Auswärtssieg weiter Anschluss halten, beträgt der Abstand zwei Zähler. Und schon am Sonntag kommt es dann in Burgau zum Rückspiel (18.30 Uhr), wo Buchloer in der engen Tabelle unbedingt alles daran setzten müssen ihren zweiten Rang zu verteidigen, damit man in den dann abschließenden beiden Partien im Kampf um den Ligaverbleib weiterhin alles in eigener Hand zu hat.

 

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