Piraten beenden Auswärtsfluch
ESV Buchloe gewinnt dank konzentrierter Leistung beim bis dato besten Team der Rückrunde in Peißenberg
Peißenberg/Buchloe (chs) Auch wenn es für die Buchloer um nicht mehr wirklich viel ging, konnten die Piraten am Freitagabend beim Gastspiel in Peißenberg mit einem kompakten und disziplinierten Auftritt überzeugen und nach langer Zeit endlich einmal wieder auf fremdem Eis einen Sieg einfahren. Denn nach zuletzt sieben Auswärtsniederlagen in Folge belohnten sich die Freibeuter beim 4:1 (3:1, 0:0, 1:0) Erfolg bei den Miners auf den Tag genau nach zweimonatiger Durststrecke endlich wieder einmal in gegnerischer Halle für ein couragiertes Spiel. Beim bis dato besten Team der Rückrunde, das eigentlich auch immer noch Punkte für das Heimrecht in den Pre-Playoffs benötigte, hinterließen die Buchloer vor allem in der Defensive trotz des Fehlens von Abwehrchef Alexander Thiel einen starken Eindruck und sicherten sich so unter dem Strich in einer ganz fairen Partie auch verdient alle drei Zähler.
„Das war heute das Ziel wie wir auftreten wollen“, lobte ein zufriedener ESV-Trainer Dominic Weis seine Truppe, die eine schwierige Woche hinter sich hatte, da man nach zuletzt vier Niederlagen in Serie ja vorzeitig die Pre-Playoffs verpasst hatte. Doch bei den Miners, die diese zwar schon in der Tasche hatten, aber sich dennoch noch einmal tabellarisch verbessern wollten, erwischten die Pirates einen echten Traumstart. Schon nach 46 Sekunden stand Robert Wittmann nach gutem Zuspiel von Adriano Carciola nämlich am langen Posten goldrichtig und netzte zur frühen 1:0 Führung ein. Peißenberg kam zwar anschließend ebenfalls ganz ordentlich ins Spiel, doch meist standen die Buchloer recht stabil, sodass oft nur die Paradereihe der Miners für echte Torgefahr sorgen konnte. Zudem setzten die Piraten auch immer wieder mit schnellem Umschaltspiel selbst gefährliche Nadelstiche und ließen sich auch nicht durch den Ausgleich aus der Ruhe bringen. Denn nachdem die Gastgeber bei einem Versuch von Martin Lidl noch Pech mit dem Pfosten hatten, besorgte Sinan Ondörtoglu nach einer feinen Einzelaktion doch das 1:1 (10.). Wirklich aus dem Konzept brachte das die Gennachstädter jedoch nicht, die weiterhin konsequent an ihrem Gameplan festhielten. Belohnt wurde das durch die neuerliche Führung von Mateo Cabral, der die Scheibe aus spitzem Winkel ansatzlos mit einem Traumtor zum 2:1 unter die Latte setzte (14.). Und kurz vor Drittelende erhöhte Adriano Carciola nochmals effizient, als er vor dem Tor angespielt sofort abzog und auf 3:1 stellte (19.).
Die Peißenberger kamen anschließend zwar druckvoll und sicherlich mit etwas Wut im Bauch aus der Kabine, doch die Buchloer blieben auch hier unbeeindruckt und zogen den Angriffsbemühungen der Miners schnell wieder den Stecker. So waren es im weiteren Verlauf des Mitteldrittels die Gennachstädter, die die deutlich besseren Torgelegenheiten hatten. Einziges Manko blieb dabei, dass man es mehrfach verpasste, den Vorsprung weiter auszubauen. Gleich dreimal tauchten die Rot-Weißen in Person von Michal Petrak, Philipp Wiche und Alexander Krafczyk alleine vor dem Peißenberger Tor auf. Doch dreimal blieb der starke Xaver Nagl im Miners-Tor Sieger, der so seine Vorderleute im Spiel hielt. Die Buchloer, denen ein wenig die Kaltschnäuzigkeit des Auftaktdrittel abhandengekommen war, mussten sich hingegen ärgern, dass man das Spiel hier nicht vielleicht schon vorzeitig entscheiden konnte.
So blieb es bis ins Schlussdrittel beim 3:1, in dem die Hausherren zwar nochmals etwas mehr ihre Bemühungen intensivierten, aber weiterhin kein wirkliches Rezept fanden, um die gut gestaffelte ESV-Hintermannschaft um den ebenfalls starken Dieter Geidl im Tor in echte Verlegenheit zu bringen. Stattdessen setzte erneut Mateo Cabral per Empty-Net-Treffer noch den 4:1 Schlusspunkt dieser Partie (60.), mit dem die Buchloer sicherlich einiges an Selbstvertrauen für die kommende Abstiegsrunde tanken konnten.
Doch bevor es dort los geht, steht für die Freibeuter zunächst noch das letzte Hauptrundenspiel an, zu dem die Pirates am Sonntag ab 18 Uhr (live bei SpradeTV) den Tabellenachten aus Waldkraiburg in der heimischen Sparkassenarena erwarten.
Livestream der Sonntagspartie gegen Waldkraiburg bei SpradeTV


