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Knackpunkt eigenes Überzahl

Der ESV Buchloe kassiert in Peißenberg gleich drei Unterzahl-Gegentore und verbaut sich beim 3:7 so selbst ein besseres Resultat

 

Peißenberg/Buchloe (chs) Der ESV Buchloe hat am Freitagabend sein Auswärtsspiel beim Tabellendritten TSV Peißenberg am Ende klar mit 3:7 (2:3, 0:1, 1:3) verloren. Einer der Gründe dafür war an diesem Abend sicherlich das Buchloer Überzahlspiel, in dem sich die Freibeuter gleich drei Gegentreffer einhandelten und sich so ein durchaus mögliches besseres Resultat selbst zunichtemachten. „Wenn du drei Shorthander in Peißenberg frisst, wird es schwierig zu gewinnen“, so auch die kurze, aber treffende Zusammenfassung von Trainer Christopher Lerchner nach der Partie, in der die Piraten gegen die zu Hause noch unbesiegten Miners zwar nie aufgaben, aber mit diesen Blackouts sich das Leben selbst schwer machten.

 

Nachdem die Partie wegen einer gebrochenen Scheibe beim Warmup mit rund 30-minütiger Verspätung begann, brauchten beide Teams ein wenig, um ins Match zu finden. Nach eher verhaltenem Auftakt waren es dann die Gastgeber, die die ersten Abschlüsse zu verbuchen hatten. Doch vorerst war der wachsame Johannes Wiedemann im ESV-Gehäuse auf der Hut. Im weiteren Verlauf entwickelte sich dann ein wildes Drittel, das mit dem ersten Shorthander der Hausherren durch Dejan Vogl seinen Lauf nahm (9.). Zwar konnte Felix Schurr nach 15 Minuten zum 1:1 ausgleichen, doch anschließend fingen sich die Piraten gleich den nächsten Unterzahltreffer ein – dieses Mal durch Jakob Heigl (19.). Zuvor hatte Alexander Krafczyk die riesen Chance zur Führung liegen gelassen, als er mit einem Alleingang und im Nachsetzten gleich doppelt am überragenden Korbinian Sertl im TSV-Kasten gescheitert war (16.). Beim 2:2 sah der sonst so starke Sertl dann aber kurz danach doch recht unglücklich aus, als er einen harmlosen Schuss von Lukas Bucher passieren lassen musste, der so an alter Wirkungsstätte den Ausgleich markierte (20.). Doch statt mit diesem Resultat in die Kabine zu gehen, leisteten sich die Freibeuter im direkten Gegenzug gleich den nächsten Aussetzer. Nur handgestoppte sieben Sekunden nach dem 2:2 stellte Zackary Bross so den alten Abstand mit dem 2:3 Pausenstand wieder her.

Im Mitteldrittel hinterließen die Hausherren anfangs zunächst erneut den etwas gefälligeren Eindruck, da die Miners weiter um Spielkontrolle bemüht waren. Doch mit zunehmender Spielzeit schafften es die Buchloer immer mehr, den TSV aus der gefährlichen Zone fernzuhalten. Zwingende Torchancen blieben in dieser Phase somit eher Mangelware. Die beste Gelegenheit hatten hierbei noch die Peißenberger – und das ausgerechnet wieder in Buchloer Überzahl. Ryan Murphy lief dabei abermals mit einem Mann weniger auf dem Eis alleine auf Wiedemann zu, aber dieser blieb mit einer Glanztat Sieger (32.). Umso ärgerlicher aus Buchloer Sicht, dass man in diesem ausgeglichenen Drittel anschließend doch noch den vierten Gegentreffer schlucken musste. Praktisch aus dem Nichts nutzten die Gastgeber eine Unachtsamkeit in der ESV-Abwehr durch Murphy zum 2:4 (36.).

Mit der Hypothek eines Zwei-Tore-Rückstands mussten die Freibeuter gegen die heimstarken Miners also in Schlussdrittel. Und dort drückten die Hausherren schnell auf die Vorentscheidung, die mit dem 2:5 durch Sinan Ondörtoglu auch prompt zu glücken schien (44.). Buchloer gab sich aber auch danach nicht auf und versuchte noch einmal alles um ins Spiel zurückzukommen. Dabei hatte man auch zweimal Pech, dass das Aluminium dem Anschluss im Weg stand. Nichts desto Trotz blieb das eigene Überzahl an diesem Abend einfach das Sorgenkind. Denn der ESV hatte mit einigen Powerplays noch mehrfach die Gelegenheit zu verkürzen, doch erst Alexander Krafczyk gelang bei doppelter Überzahl das 3:5 – allerdings erst drei Minuten vor dem Ende. Folgerichtig setzte der ESV nun alles auf ein Karte und nahm den Torwart vom Eis nahm, was Dominic Krabbat jedoch umgehend mit dem 3:6 bestrafte. Den Schlusspunkt besorgte der TSV dann nochmals – wie sollte es an diesem Abend anders sein – in Buchloer Überzahl, als Maximilian Malzatzki mit dem dritten Shorthander zum 3:7 Endstand traf.

 

Während die Peißenberger mit diesem Heimsieg so dem Spitzenduo Erding/Königsbrunn dicht auf den Fersen bleiben, müssen die Buchloer nun am Sonntag im Heimspiel gegen Dingolfing (17 Uhr) vor allem im eigenen Überzahl wieder konzentrierter agieren, um dort die nächsten wichtigen Punkte zu erbeuten.

 

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