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Piraten bleiben in der Bayernliga

ESV Buchloe sichert sich mit 4:1 Erfolg über Pfaffenhofen den Verbleib in Bayerns höchster Eishockey-Spielklasse

 

Buchloe (chs) Die Buchloer Piraten haben am Sonntagabend mit einem letztlich ungefährdeten 4:1 (1:0, 0:0, 3:1) Heimsieg über den EC Pfaffenhofen endgültig den Klassenerhalt klargemacht. Nachdem die Voraussetzungen mit drei Punkten Vorsprung auf die Hallertauer bereits vor der Partie sehr gut waren, ließen die Gennachstädter vor knapp 400 Zuschauern in eigener Halle nichts mehr anbrennen und konnten sich so gemeinsam mit ihren Fans über den Ligaverbleib freuen. Für die Ilmstädter hingegen geht das Zittern um den Ligaverbleib am kommenden Wochenende weiter, wenn man in den Halbfinal-Playdowns auf Schongau trifft, während sich in der zweiten Serie Waldkraiburg und Burgau gegenüberstehen. Die Buchloer konnten diese KO-Duelle dagegen nach einer letztlich dann doch recht souveränen Abstiegsrunde vermeiden und verabschiedeten sich so mit einem gelungenen Abschluss in die Sommerpause.

 

Die Ausgangslage vor der finalen Partie war klar: Pfaffenhofen hätten schon mit einem Sieg von mehr als fünf Toren Differenz in Buchloe gewinnen müssen, damit man doch nochmals mit den Piraten die Plätze getauscht hätte. Ein ohnehin extrem schwieriges Unterfangen für die Hallertauer, die dann an diesem Abend auch noch auf ihre drei besten Scorer Jan Tlacil, Jakub Vrana und Anton Seidel verzichten mussten, was die aufzuholende Hypothek nicht leichter machte. Und so blieb das Wunder – zum Glück aus Sicht der Buchloer und ihrer Anhänger – fast schon erwartbar aus.  
„Für uns war von vorneherein klar, dass das ein ganz ganz schweres Unterfangen wird, selbst wenn wir komplett gewesen wären“, ordnete Gästetrainer Markus Muhr die Situation und die schlussendliche Niederlage realistisch ein. Ein Selbstläufer war der Heimsieg der Buchloer aber dennoch nicht, denn Buchloes Trainer Dominic Weis wusste durchaus, dass das vermeintlich komfortable Polster es für das Spiel durchaus schwierig gemacht hat.
Dementsprechend wenig passierte auch im ersten Drittel auf dem Eis, was einerseits zwar den Piraten in die Karten spielte, aber alle Möglichkeiten noch offen ließ. Beide Teams wollten zunächst wohl kein unnötiges Risiko eingehen und so hielten die Gäste durchaus ordentlich mit und kamen sogar das ein oder andere Mal ganz aussichtsreich vor das Tor von ESV-Schlussmann David Blaschta. Doch während Blaschta zunächst nicht zu überwinden war, gingen die Hausherren kurz vor Drittelende doch noch in Front. Einen Konter über Adriano Carciola schloss Mateo Cabral zum 1:0 ab (20.), der wie schon beim 4:1 Hinspielsieg an allen Buchloer Treffern beteiligt sein sollte.

So konnten man also mit einer Führung ins zweite Drittel starten, in dem die Freibeuter anschließend zwar die aktiveren blieben, aber den Vorsprung nicht weiter ausbauen konnten. Trotz einiger guter Möglichkeiten war ECP-Tormann Fabio Marx vorerst nicht zu überwinden und bei einem Pfostenschuss von Philipp Wiche hatten die Buchloer dann auch noch Pech. „Wir haben uns das Leben lange selber schwer gemacht und es so unnötig spannend gehalten, wobei wir hinten auch nicht wirklich viel zugelassen haben“, so das Fazit von ESV-Coach Weis nicht nur zu diesem Durchgang, sondern im Prinzip zum gesamten Spiel.

Dass die Buchloer an diesem Abend aber letztlich zu keinem Zeitpunkt in ärgere Bedrängnis oder gar Nöte gerieten, lag unter anderem daran, dass die personell arg gebeutelten Gäste einfach zu harmlos blieben – auch wenn man den Hallertauern kämpferisch ganz bestimmt nichts vorwerfen konnte. Doch spätestens nach dem 2:0 von Alexander Thiel (48.) war der Klassenerhalt endgültig in trockenen Tüchern und letztlich auch die Partie gelaufen. Zwar kam Pfaffenhofen mit dem 2:1 Anschluss kurz darauf durch Robert Neubauer auch nochmal aufs Scoreboard (53.), doch auch darauf hatten die Freibeuter schnell eine passende Antwort parat. Joey Lewis stellte nur 15 Sekunden später den alten Abstand wieder her, dem Adriano Carciola mit dem 4:1 Endstand gleich darauf auch noch die endgültige Entscheidung in dieser Partie folgen ließ (54.) und so den Startschuss für die gemeinsame Feier des Ligaverbleibs legte.

 

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