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Mit Leidenschaft und Wille: ESV-Piraten bezwingen den amtierenden Meister

ESV Buchloe schlägt Königsbrunn dank einer kämpferisch starken Leistung und eines Vierfachschlags binnen drei Minuten

 

Buchloe (chs) Die Buchloer Piraten haben am frühen Sonntagabend einen überraschenden Heimsieg über den amtierenden Meister Königsbrunn gefeiert und damit ihr guten Start in die neue Saison untermauert. Mit 8:5 (5:1, 1:2, 2:2) bezwangen die Freibeuter die Pinguine am Ende verdient, da die Hausherren über die kompletten 60 Minuten mit einer geschlossenen und aufopferungsvoll kämpfenden Leistung alles aus sich rausholten – und das trotz kleinem Kader. Den Gastgebern spielte dabei ein starkes erstes Drittel in die Karten, in dem vor allem drei Minuten zum Knackpunkt der Partie werden sollten, als die Buchloer binnen 177 Sekunden vier Treffer erzielten und so früh die Weichen Richtung perfektes Wochenende stellten. „Hut ab vor den Jungs – die haben heute alles auf dem Eis gelassen“, zollte auch ein verständlicherweise sehr zufriedener ESV-Coach Dominic Weis seiner Truppe Respekt nach dem zweiten Sieg an diesem Wochenende. „Das war heute eine brutale Mentalitätsleistung und wir haben immer wieder die richtigen Antworten gefunden“ so Weis weiter.

 

Die erste Duftmarke der Begegnung setzten die Piraten, die durch einen verwandelten Alleingang von Tim Lutz schnell mit 1:0 in Front gingen (3.). Doch nach dem Traumstart mussten die Buchloer wenig später dann eine Spieldauerstrafe verkraften, als Torschütze Lutz für einen Bandencheck vorzeitig zu Duschen geschickt wurde (6.). Königsbrunn nutzte die fünfminütige Überzahl auch prompt durch Stefan Rodrigues zum Ausgleich (8.), der Anton Brandt bei dessen Heimdebüt im ESV-Tor im Nachsetzen überwand. Aber wer nun glaubte, dass der Serienmeister der letzten Jahre das Match nun an sich reißen sollte, der sah sich im weiteren Verlauf des ersten Drittel schwer getäuscht. Denn statt den Königsbrunnern waren es erneut die Freibeuter die zuschlugen – und wie! Denn binnen nicht einmal drei Minuten schraubten die Gennachstädter den Spielstand mit vier Toren von 1:1 auf 5:1 in die Höhe. Wie im Rausch trafen zweimal Mateo Cabral (16./18.), Michal Telesz (17.) und Nicolas Strodel (19.) zur in der Form sicher nicht zu erwartenden Führung, womit man nach dem Schützenfest von vor einer Woche gegen Dingolfing weiter die gute Offensivform untermauerte.

Dass die favorisierten Gäste  aber im Mitteldrittel ein anderes Gesicht zeigten, war fast schon zu erwarten. Die mit Sicherheit laute Pausenansprache von EHC-Trainer Maximilian Helling schien dann auch gefruchtet zu haben, denn die Königsbrunner kamen deutlich verbessert aus der Kabine und drückten die Buchloer immer wieder energisch in deren Drittel. Belohnt wurde dies mit den verdienten Anschlusstreffern von Moritz Weißenhorn (22.) und Peter Brückner (27.) zum 5:3. Doch genau in diese dominante Phase des EHC konterten dann die Buchloer wieder und stoppten so vorerst die Aufholjagd des Meisters. Michal Telesz staubte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum 6:3 ab (32.), nachdem er Momente zuvor noch mit einer Großchance am Pfosten gescheitert war. Obwohl die Pirates durch diesen Treffer anschließend auch wieder etwas besseren Zugriff aufs Spiel und Gegner hatten, folgte noch vor der zweiten Pause der nächste Nackenschlag. Denn mit Philipp Keil musste ein zweiter Pirat vorzeitig zum Duschen, da die Schiedsrichter abseits des eigentlichen Spielgeschehens offenbar ein Foul gesehen hatten, das mit einer Matchstrafe bedacht wurde.

Somit ging es für die Buchloer mit nur noch elf Feldspielern gegen die mit vollem Lineup angereisten Gäste in den Schlussabschnitt, in dem man mit leidenschaftlichem Einsatz die fünfminütige Unterzahl schadlos überstand und anschließend durch Marc Krammer sogar auf 7:3 erhöhen konnte (45.). Königsbrunn kam zwar durch Marco Sternheimer (47.) und David Farny (59.) nochmals auf 7:5 heran, doch der Anschluss fiel zu spät, da die Buchloer auch in diesem Abschnitt mit unermüdlichem Kampf ihr Tor verteidigten. Letztlich markierte Emil Gabrielson mit dem 8:5 noch den Endstand (60.), der den Freibeutern nach einer starken Teamleistung unter dem Strich verdiente drei Punkte und den aktuellen zweiten Tabellenrang in der zugegebenermaßen aber noch nicht sehr aussagekräftigen Tabelle verschafft.  

 

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