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Piraten bremsen den Spitzenreiter aus

ESV Buchloe überrascht mit 4:2 Auswärtserfolg beim Tabellenführer in Grafing

 

Grafing/Buchloe (chs) Faustdicke Überraschung am Sonntagabend: Die Buchloer Piraten haben dank einer durch die Bank konzentrierten und geschlossenen Mannschaftsleistung den bisherigen Tabellenführer der Bayernliga gestürzt und sich damit nach der Freitagsniederlage gegen Miesbach eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) behielten die Freibeuter beim favorisierten EHC Klostersee die Oberhand – und das über 60 Minuten gesehen absolut verdient.
„Wir haben uns heute endlich einmal keine kapitalen Schnitzer geleistet, was absolut notwendig war um hier bestehen zu können“, so das erste Fazit eines natürlich sehr zufriedenen Buchloer Trainers Dominic Weis nach dem Spiel. In der Tat war dies mitunter einer der entscheidenden Faktoren für den Überraschungserfolg des ESV, der sich an diesem Abend in Grafing konzentriert und vor allem in den Schlüsselszenen nahezu fehlerlos präsentierte, was nach den letzten Auftritten gegen den Spitzenreiter der Liga nicht unbedingt so zu erwarten war.

 

Die Buchloer starteten mutig und hatten schon nach wenigen Sekunden die erste riesen Chance, als Nicolas Strodel plötzlich frei von EHC-Tormann Patrick Mayer auftauchte, aber den Puck an diesem nicht vorbeibrachte (1.). Besser machte es Strodel dann rund vier Minuten später: Nach einer cleveren Puckeroberung im Offensivdrittel netzte der ESV-Topscorer zum 1:0 ein (5.). Aber der Tabellenführer antwortete schnell und nutzte dabei gleich sein erstes Powerplay zum Ausgleich. Jan Tlacil hatte mit einem verdeckten Schuss Piraten-Goalie Clemens Schulz bei dessen starken Debüt im ESV-Dress zum 1:1 überwunden (8.). Anschließend versteckten sich die Buchloer in einem Spiel auf Augenhöhe allerdings keineswegs – vielleicht zur Überraschung der Grafinger, wie Weis mutmaßte.  Ein Tor gelang den Piraten aber trotz dreier Überzahlsituationen dennoch bis zur Pause nicht mehr, die aufgrund einer Verletzung eines Linesmanns bereits etwas vorgezogen wurde.

Auch im Mitteldrittel änderte sich wenig am Geschehen auf dem Eis. Die Gennachstädter boten dem Favoriten weiter unbeeindruckt die Stirn, indem man weiter sehr ordentlich stand und auch offensiv weiterhin bemüht blieb. Zudem hatte man mit Clemens Schulz einen sicheren und unaufgeregten Schlussmann zwischen den Pfosten, der beispielsweise gegen Tlacil im Powerplay stark parierte (26.). Auf der Gegenseite rettete aber auch Mayer mit einer Glanztat bei einem Unterzahlkonter gegen Mateo Cabral (27.), weshalb es vorerst beim Remis blieb. Dies änderte sich jedoch kurz vor Drittelende, als die Piraten durch Tim Lutz wieder in Front gingen. Er setzte ein schönes Zuspiel von Felix Schurr sehenswert zum 2:1 in die Maschen und sorgte so für die knappe ESV-Führung nach 40 Minuten (37.).

Und auch der letzte Durchgang begann optimal für die Freibeuter: Denn nur 73 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Strodel auf 3:1. Anschließend rückten beide Keeper mehrfach in den Mittelpunkt, die jeweils einen Alleingang entschärfen konnten. Buchloe agierte auch im Schlussdrittel weiter fokussiert und ließ sich dann auch nicht durch den 3:2 Anschluss von Vitus Gleixner aus dem Konzept bringen (50.). Die Abwehr blieb sattelfest und vorne gelang Tim Lutz ebenfalls mit dem Doppelpack nur vier Minuten später das wieder beruhigendere 4:2, nachdem Mateo Cabral Sekunden zuvor noch an einem Monstersave von Mayer gescheitert war (54.). Dieser Treffer sollte bereits die Entscheidung sein, weil die Pirates auch in der Folge bis zur Schlusssirene nicht mehr viel Gefährliches zuließen und somit verdientermaßen die drei Punkte beim Spitzenreiter mitnehmen konnten.

 

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