Energieleistung am Ende nicht belohnt
Eine über weite Strecken starke Teamleistung bringt durch verlorenes Schlussdrittel keine Punkte ein
Peißenberg/Buchloe (jos) Trotz munterem Auftreten und langer Führung gelingt es den Piraten nicht, am Ende als Sieger vom Eis zu treten. Zu viele Gegentore in den letzten 20 Minuten beschert den Peißenberg Miners zum 70-jährigen Jubiläum vor 1285 Zuschauern drei Punkte, womit der ESV Buchloe eine bittere 5:4 (1:1, 0:2, 4:1) Auswärtsniederlage gegen einen unmittelbaren Pre-Playoff-Konkurrenten hinnehmen muss.
Die Partie startete dabei ohne großes gegenseitiges Belauern und war vor allem in den ersten Minuten von Überzahlspielen geprägt. Es entwickelte sich somit von Beginn an eine abwechslungsreiche Begegnung mit vielen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Im Vordergrund standen dabei die beiden Goalies, die jeweils eine starke Vorstellung zeigten. So musste Clemens Schulz im Tor der Pirates bei beiden Powerplays der Miners hellwach sein, als Parrish (1.), Rieder (6.) oder Zheltakov (6.) mit gefährlichen Schüssen den Buchloer Schlussmann herausforderten. Doch auch die Pirates zeigten sich in starker Verfassung, konnten jedoch ebenfalls mit einem Mann mehr auf dem Eis die Scheibe nicht im Tor unterbringen (4.). Aber ausgerechnet im zweiten Überzahlspiel des Abends für die Buchloer fiel dann der erste Treffer, als Felix Schurr nach schönem Zuspiel von Mateo Cabral ins lange Eck traf und Andreas Magg im Tor der Gastgeber überwinden konnte (14.). Auch nach dem Treffer blieben die Freibeuter aktiv und zeigten beherzte Lauf- und Einsatzbereitschaft, jedoch hielten die Miners konsequent dagegen und belohnten sich kurz vor der Pause mit dem Ausgleich. Besonders bitter dabei, dass der Schuss von Marek Haloda noch vom Buchloer Verteidiger für Schulz unhaltbar abgefälscht wurde (18.). Nach einem schnellen und abwechslungsreichen Auftaktdrittel stand somit ein leistungsgerechtes 1:1 Unentschieden.
Einen besonders guten Start erwischten die Freibeuter dann in den zweiten Spielabschnitt, als in der 23. Spielminute Felix Schurr den Doppelpack schnürte, indem dieser sehenswert aus kurzer Distanz in den Winkel traf. Vorher mussten sich die Buchloer allerdings bei ihrem Torhüter bedanken, dass nicht die Miners in Front gingen, nachdem Schulz doppelt stark gegen Zheltakov parierte. Auch in der Folge konnten sich die Freibeuter glücklich schätzen, weiter in Führung zu bleiben, da sowohl Vogl, als auch Zheltakov (25.) nur das Gestänge trafen. Doch die Freibeuter spielten weiter mutig und bissig nach vorn und erzielten folglich das 3:1 durch Marc Krammer, der durch Tim Lutz perfekt in Szene gesetzt wurde und Andreas Magg überwinden konnte (27.). Beide Schlussmänner blieben weiterhin im Mittelpunkt des Spielgeschehens als Magg den deutlichen Vorsprung der Pirates durch Strodel verhinderte (29.) oder Schulz der Peißenberger Druckphase kurz vor Ende des Mitteldrittels standhielt. Somit endete ein Drittel auf Augenhöhe, nachdem es die Pirates erneut durch Strodel und Lutz verpassten, den Pausenstand höher ausfallen zu lassen.
Vor dem Beginn des Schlussdrittels war klar, dass die Miners nochmal alles daransetzen werden, im Jubiläumsspiel als Sieger vom Eis zu gehen. Somit war es keineswegs überraschend, als Marek Haloda in Überzahl den Anschlusstreffer erzielte (43.) und Florian Höfler ebenfalls bei numerischer Überlegenheit mit einem sehenswerten Treffer ins Kreuzeck den Ausgleich schoss (50.). Die Begegnung wurde von Minute zu Minute umkämpfter und spannender, woraus die Miners erneut Kapital schlagen konnten als Weiland Parrish durch eine eindrucksvolle Einzelaktion vors Tor von Schulz zog, dieser zwar noch abwehren konnte, aber beim selbst verwerteten Rebound von Parrish machtlos war (53.) Die Freibeuter gaben nicht auf und konnten keine Minute später durch Gabrielson ausgleichen, allerdings setzte Haloda wiederum nur eine Minute später den goldenen Treffer zum 5:4 Endstand (54.), weil die Pirates in der Folge noch einmal alles in die Partie warfen, ein Treffer aber nicht mehr fallen wollte und eine kämpferische Leistung am Ende also nicht honoriert wurde.
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