Freibeuter müssen im Piratenduell herbe Heimpleite einstecken

ESV Buchloe verliert zu Hause gegen den Tabellenzweiten mit 1:7 und wartet weiter auf ersten Sieg im Dezember

 

Buchloe (chs) Eine deutliche und somit schmerzhafte Heimniederlage mussten die Buchloer Piraten am dritten Adventssonntag gegen den ESC Dorfen hinnehmen. Mit 1:7 (0:1, 1:3, 0:3) unterlagen die Gennachstädter vor eigenem Anhang den Eispiraten und müssen damit einen weiteren Dämpfer im noch immer offenen Kampf um Rang acht einstecken. Dabei hatte es bis zur Mitte des Piratenduells eigentlich nach einer eher engen Partie ausgesehen. Doch durch eine mangelnde Chancenverwertung und mehrfache Aussetzer in der Defensive machte der Tabellenzweite aus einem zwischenzeitlichem 1:1 am Ende eine klare Angelegenheit. „Wir haben keine Möglichkeit gefunden, Dorfen aus dem Spiel zu nehmen“, sagte ein sichtlich bedienter Topias Dollhofer. „Wir machen die Tore vorne nicht und kassieren sie dafür hinten“, so der Buchloer Trainer weiter, der mit seiner Mannschaft somit im Kalendermonat Dezember weiter sieglos bleibt. Daran änderte auch die Rückkehr der zuletzt verletzten Dustin Vycichlo, Max Dropmann und Markus Vaitl nichts, die die prekäre personelle Lage zumindest wieder etwas entspannte.

 

Die Begegnung begann vom Start weg flott und durchaus ansehnlich. Beide Teams erarbeiteten sich immer wieder gute Torgelegenheiten, doch die beiden Torhüter Kevin Yeingst auf Gästeseite und Daniel Blankenburg im Buchloer Gehäuse waren zunächst wachsam. So blieb die erste gefährliche Aktion des Spiels durch die Buchloer ebenso ungenutzt (2.), wie auch ein Alleingang von ESC-Kanadier Trevor Hills (3.). Nachdem Toptorjäger Lukas Micukla dann nur ans Aluminium traf (8.), gingen die favorisierten Gäste doch in Front. Alexander Rauscher brachte einen verdeckten Schuss zum 0:1 im ESV-Tor unter (12.). Beinahe hätte der ESC direkt im Anschluss sogar auf 0:2 erhöht, doch Blankenburg blieb im Duell gegen den enteilten Christian Göttlicher Sieger (14.).

Und auch unmittelbar nach dem Seitenwechsel parierte der Buchloer Schlussmann bei einem Alleingang von Hills stark und verhinderte so einen größeren Rückstand (21.). Auf der Gegenseite verpasste Martin Zahora bei einem Konter nur haarscharf den Ausgleich, als er an Yeingst und dem Außenpfosten scheiterte (23.). Lange dauerte es aber nicht, bis Marc Weigant die Hausherren schließlich doch jubeln ließ, als er Yeingst durch die Beine zum 1:1 überwand (28.). „Die erste Hälfte des Spiels war sehr schwierig für uns, weil wir hier zu viel zugelassen haben“, zeigte sich Gästetrainer John Samanski bis dahin nicht wirklich zufrieden. Was dann jedoch folgte war praktisch schon der „KO-Schlag“ für die Buchloer, wie es Samanski passenderweise formulierte. Denn obwohl Timo Rauskolb direkt nach dem 1:1 die nächste Großchance liegen ließ, machten die cleveren Gästen aus dem 1:1 binnen dreieinhalb Minuten einen 1:4 Vorsprung. Zunächst schoss Trevor Hills die Dorfener nur drei Minuten nach dem Ausgleich wieder in Front und ließ gleich darauf sogar das 1:3 folgen (30., 32.), wobei hier letztlich nicht klar war, ob der Puck überhaupt hinter der Linie war. Trotzdem zählte der Treffer, dem nur 62 Sekunden später sogar das 1:4 durch Lukas Miculka folgte. Von diesem Dreifachschlag erholten sich die Buchloer bis zur Pause nicht mehr und sollten es auch im weiteren Spielverlauf nicht mehr tun.

Denn auch im letzten Drittel blieb man im Vorwärtsgang zu ungefährlich, um den umsichtigen Dorfener Keeper noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen kassierte man innerhalb von 74 Sekunden nochmals drei Gegentreffer. Zwar war das 1:5 von Ernst Findeis nach 49 Minuten schon die Entscheidung, doch die Gäste schraubten den Spielstand danach durch die Tore von Florian Brenninger (49.) und dem ehemaligen Buchloer Mark Waldhausen (50.) bis auf 1:7 in die Höhe und sorgten so im letzten Heimspiel vor Weihnachten für eine herbe Enttäuschung im ESV-Lager.

 

Die Pressekonferenz nach dem Piratenduell: –>Ansehen