Nichts zu holen bei den Devils

ESV Buchloe geht nach deutlicher 1:7 Niederlage in Ulm erstmals an einem Wochenende komplett leer aus

 

Ulm/Buchloe (chs) Ein ziemlich gebrauchtes Wochenende liegt hinter den Piraten des ESV Buchloe. Nach der noch engen 5:6 Heimniederlage am Freitag gegen Moosburg verloren die Buchloer am Sonntag auch das zweite Spiel des Wochenendes in Ulm – und das relativ deutlich. Mit 1:7 (0:3, 1:3, 0:1) zog man gegen an diesem Abend in fast allen Belangen überlegene Devils auch in dieser Höhe verdient den Kürzeren und musste so zum ersten Mal vollständig punktlos ein Wochenende beenden.

 

Das Unheil aus Buchloer Sicht nahm dabei bereits früh seinen Lauf. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Florian Döring die druckvoll startenden Hausherren vor über 800 Zuschauern schnell mit dem 0:1 belohnte. „Schon dieses erste Gegentor war für den weiteren Spielverlauf symptomatisch“, meinte ESV-Trainer Christopher Lerchner nach dem Spiel. „Wir hatten uns eigentlich viel vorgenommen, doch wir waren heute einfach nicht wirklich auf dem Eis.“ In der Tat ließen die Buchloer gerade in den ersten 20 Minute vieles vermissen, was die Rot-Weißen in den letzten Wochen so stark gemacht hatte. Gegen aggressive und gut stehende Ulmer hatten man anfangs nicht viel entgegen zu setzten, weshalb die Treffer zwei und drei der Gastgeber auch den Spielverlauf gut wiederspiegelten. Nach 13 Minuten hatte erneut Döring die Scheibe ins ESV-Tor befördert und nach gut 15 Minuten hatten die Buchloer dann auch noch etwas Pech, als Timo Schirrmacher in Überzahl einen unglücklichen Abpraller nur noch zum 3:0 über die Linie drücken musste. Zuvor hatte Johannes Wiedemann noch reaktionsschnell pariert, doch gegen den zweiten Versuch war auch er machtlos. Danach war für Wiedemann Schluss, der nach einer Auszeit Platz für Alexander Reichelmeir machte.

Während die Buchloer im Startdrittel eigentlich nur eine wirklich gute Gelegenheit durch einen vergebenen Alleingang von Alexander Krafczyk hatten, kam man im Mitteldrittel zunächst zumindest etwas verbessert aus der Kabine. Statt dem Anschlusstreffer setzte es nach 24 Minuten allerdings gleich den nächsten Nackenschlag. In Buchloer Überzahl vollendete der VfE Ulm/Neu-Ulm nämlich einen Unterzahl-Konter durch Peter Ceslik eiskalt. Immerhin verkürzte Michal Telsez zwei Minuten später, als er am langen Pfosten nach schöner Vorarbeit von Michal Petrak und Alexander Krafczyk zum 1:4 traf. Doch es sollte der einzige Buchloer Treffer an diesem Abend bleiben, woran auch die Reihenumstellung ab dem zweiten Durchgang nichts änderte. Ganz im Gegenteil: Die weiter präsenter wirkenden Ulmer schraubten den Spielstand bis zur zweiten Pause sogar mit zwei Powerplaytoren von Dominik Synek (32.) Peter Brückner (39.) noch auf 6:1 in die Höhe.

Die Partie war somit schon vor dem abschließenden Durchgang entschieden, weshalb in den letzten 20 Minuten erwartungsgemäß auf beiden Seiten nicht mehr all zu viel passierte. Die Buchloer ergaben sich zumindest nicht vollkommen ihrem Schicksal, wohingegen die Donau-Devils den Vorsprung gekonnt verteidigten und mit Nadelstichen immer gefährlich blieben. Mehr als der 1:7 Endstand von Marius Dörner Sekunden vor dem Ende wiederum in Überzahl gelang aber auch dem VfE nicht mehr, der durch den Sieg als neuer Tabellenzweiter nun bis auf zwei Punkte an die Freibeuter heranrückt.

 

Für die Buchloer lautet die Devise, dieses verkorkste Wochenende schnell abzuhaken und die Konzentration jetzt auf die nächsten schweren Aufgaben mit dem Heimderby am Freitag gegen Kempten (20 Uhr) und dem Auswärtsspiel am Sonntag in Haßfurt (18.30 Uhr) zu richten.

 

Die Pressekonferenz nach der Partie in Ulm: –> Ansehen

Die Spielstatistik: –> Ansehen